In the Press

It is fun to be Luca Pisaroni. But it is also a lot of hard work.

The Venezuelan-born Italian bass-baritone, who recently spoke to Latin Post, sees his career as moving from one high to the next.

"Every season I have had highlights. Every season I had something that made me realize how lucky I was and how awesome it was to be a part of this world," he stated when asked what he considered the highlight of his career. He made mention of a few major productions that he felt were game-changers, including his performance as Masetto in a 2001 production of "Don Giovanni" with Thomas Hampson and Anna Netrebko in Salzburg, but for him every single moment in his career has brought him great joy.

- Latin Post

In the Press

31 January 2017

Nachrichten.at

"In schwierigen Zeiten müssen wir Künstler noch offener und lauter sein"

Thomas Hampson und Luca Pisaroni sind nicht nur beide angesehene Opernsänger, sondern auch Schwiegervater und -sohn. Nun haben der Bariton (Hampson, 61) und der Bassbariton (Pisaroni, 41) das brandneue Programm "No Tenors Allowed" geschaffen. Die OÖNachrichten begleiteten das Duo zum "Testlauf" nach Istanbul.

OÖNachrichten: Wie haben sich Schwiegersohn und Schwiegervater überhaupt kennengelernt?

Thomas Hampson: Erst waren wir nur Kollegen, dann Freunde, dann Familienmitglieder. Wir haben einander von Beginn an blendend verstanden, tauschen gerne Hilfe und Beobachtungen aus, aber Luca ist nicht mein Student. Luca ist Luca, einer der Besten seiner Generation. Luca Pisaroni: Aber ich wäre nicht, was ich bin, wenn ich Thomas nicht 2002 in Salzburg getroffen hätte. Er ist immer neugierig, ein fantastischer Kollege. Es gibt viele große Sänger, aber Thomas ist noch mehr: ein großer Künstler.

Ihr Programm "No Tenors Allowed" haben Sie nun in Istanbul präsentiert, kurz nach dem Silvester-Attentat. Wie ging es Ihnen damit?

Thomas Hampson: Ich war während des Golfkrieges, als der Irak Raketen rüberschickte, in Israel. Ich war zu 9/11 mit drei meiner Kinder in New York. Ich gastierte gerade an der Met, und wir wachten mit den CNN-Nachrichten auf. Trotzdem habe ich nicht in meinem Bewusstsein, dass ich eines Tages unter Terror sterben werde. Luca Pisaroni: Was wäre die Alternative? Nein, ich habe keine Sekunde gezögert, meinen Vertrag in Istanbul zu erfüllen. Ich habe dort tolle Menschen kennengelernt und ein wunderbares Orchester, das bemerkenswerterweise großteils aus Frauen besteht.

Welche Rolle hat ein Künstler in schwierigen Zeiten zu erfüllen?

Thomas Hampson: Ich finde es wichtig, in harten Zeiten irgendwo nützlich sein zu können. Ich muss an Leonard Bernsteins Worte denken: Wir als Künstler lassen uns nicht hinbiegen. Im Gegenteil: Wir müssen noch offener, überzeugender, leidenschaftlicher, noch lauter sein. Wir müssen unsere künstlerische Verantwortung anbieten, und nichts wird uns stoppen. Ich habe, angesichts der schwierigen politischen Zeiten, auch zum Orchester gesprochen.

Was haben Sie gesagt?

Thomas Hampson: Ich habe ihnen von Österreich und Metternich erzählt, von der Zensur, der dominierten, friedensbegrenzten Politik, die damals alles dominierte. Doch innerhalb des Systems blühte trotzdem die Blume von Freiheit, Freigeist und Kreativität, die niemand beherrschen kann.

Werden Sie beide auch einmal gemeinsam auf der Bühne einer Opernproduktion stehen?

Luca Pisaroni: Ich freue mich riesig, dass wir im Mai und Anfang Juni miteinander an der Scala sind und in "Don Giovanni" auftreten, er in der Titelpartie, ich als Leporello. Es wird mein Debüt in Mailand sein.

Herr Pisaroni, Sie und Catherine Hampson haben keine Kinder. Aufgrund Ihres Berufs?

Luca Pisaroni: Das ist eine sehr schwierige Entscheidung, weil ich so viel zu tun habe. Hätte ich Kinder, dann möchte ich für sie so oft wie möglich präsent sein, nicht etwa zwei Monate in Chicago sitzen. Als Vater, glaube ich, wäre ich eine richtig italienische Mamma.

Herr Hampson, Ihre Auftritte an der Wiener Staatsoper scheinen momentan rar?

Thomas Hampson: Ich weiß um die Schwierigkeiten von Repertoireplanung und Logistik. Gerne würde ich öfter kommen. Direktor Dominique Meyer weiß das. Ich fühle mich topfit und sehr stark.

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